PETITE CORDE

Choreografie: Marek Svobodnik
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Kostüme: Pavel Knolle

Wenn wir uns bedeutende Choreografen anschauen, die zum Kanon der Tanzgeschichte beigetragen haben, nutzen sie alle Elemente aus den kodifizierten Sprachen seiner Vorgänger, um etwas Neues für seine Zeit herauszufinden. Ein solcher Meister-Choreograf ist Jiri Kylian, in dessen kontinuierlicher Arbeit sich eine klar erkennbare kodifizierte Sprache herausgebildet hat. Kylians Ballett „Petite Mort“ aus dem Jahr 1991, das sich heute im Repertoire von über 80 Ballettkompanien befindet, veränderte das Gesicht des zeitgenössischen Balletts und hat nachfolgende Generationen von Choreografen inspiriert. Dies gilt nicht zuletzt für den Choreographen Marek Svobodnik, der in „Petite Corde“ Kylians reiches Bewegungsvokabular von „Petite Mort“ paraphrasiert, um daraus seine eigene augenzwinkernde Sprache zu entwickeln.

Erstaufführung am 22. April 2018 im Rahmen einer Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater München